Weißer Germer (Veratrum album)

Andere Bezeichnungen:

Weiße Nieswurz

Einordnung:

Melanthiaceae (Germergewächse) - Leformix: plt.trh.spt.mal.lil.lil.lil.meh.zzz.vrm.alm

Vorkommen:

Auf feuchten Kalkböden der europäischen Hochgebirge. Unterhalb von 700 Metern eher selten anzutreffen.

Beschreibung:

Bis 180 cm hohes, audauerndes Gewächs mit breiten, eiförmigen Blättern, die wechselständig am Stengel sitzen. Die weißen bis gelblich-grünen Blüten sitzen in einer Rispe und erscheinen zwischen Juni und August.

Weißer Germer
Weißer Germer (Veratrum album)

Wissenswertes:

Der Weiße Germer wurde früher zur Bekämpfung von Ungeziefer verwendet, incl. Flöhe und Läuse. Er wirkt sowohl als Fraß- wie auch als Kontaktgift.

Zur Giftigkeit:

Der Wurzelstock des Germers enthält in den Wintermonaten bis zu 2,5% Steroidalkoalkaloide (vgl. Kapitel »Die Inhaltsstoffe«). Der Gehalt in den anderen Teilen ist deutlich niedriger. Auch im Wurzelstock geht er im Laufe der Vegetationsperiode zurück. Die beiden wichtigsten Vertreter sind Protoveratrin A und Protoveratrin B.

Protoveratrin

Protoveratrin A:
Summenformel: C41H63NO14
Molmasse: 793,9 g/mol

Protoveratrin B:
Summenformel: C41H63NO15
Molmasse: 809,9 g/mol
LD50(Kaninchen): 0,1 mg/kg (oral)

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